Montag, 13. Mai 2013

Zwischen Innovation, Crowd und Kommerz


Das SpeedLab “Mobiles Lernen – Unabhängig von Zeit und Raum?” bot in vier LernLabs die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Neues zu lernen: Im LernLab 1 “Mobile Lehrer” berichteten Reinhold Haußmann (iPad in der Schule, Gymnasium Pfullingen) und Dr. Stephanie Kowitz-Harms(Geschichtomat – Entdecke das jüdische Hamburg) vom Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht. Im LernLab 2: “App macht Schule” stellten Anna von Arnim-Rosenthal (Chronik der Mauer) und Christian Kleinhanß (medien+bildung.com) Projekte vor, die Schülerinnen und Schülern mobile Begleitung bei Stadtrundgängen ermöglichen. Auch im LernLab 3: “Mobil & Spielerisch”, geleitet von Holger Mügge (GeoQuest, Universität Bonn) und Danilo Dietsch (Q3 – Quartier für Medienbildung) stand die App, beziehungsweise das Smartphone, als Ergänzung und Bereicherung des Schulunterrichts im Fokus. Im LernLab 4: “Virtuelle Realitäten” berichtete Michael Lange (Surving the Streets, Metaversa e.V.) von einer App, die ebenfalls die digitale Begleitung von Stadtrundgängen ermöglicht, Bernd Körte-Braun vom Center für digitale Systeme (CeDiS) der FU Berlin stellte das amerikanische Projekt 3D-Hologramme vor, das Berichte von Zeitzeugen der Shoah auf neue Art und Weise aufzeichnet.

In allen LernLabs stand, wie auch in der Podiumsdiskussion, vor allem ein Fragenkomplex im Mittelpunkt: Wie können Smartphones, Apps und iPads, also die “neuen Medien”, in den Schulunterricht integriert werden? Welche Voraussetzungen sind bereits gegeben, welche müssen erst geschaffen werden? Welche Berührungsängste stehen einer Digitalisierung des Schulunterrichts bisher vielleicht entgegen und braucht es für diese neuen Medien auch eine neue Didaktik? Nicht auf alle Fragen konnte eine befriedigende Antwort gefunden werden (siehe hierzu auch den Artikel von Jan Schönfeld “Das (fach-)didaktische Grundproblem des digitalen-mobilen Lernens“). Doch schon das Formulieren dieser Fragen, sowie der Austausch untereinander machten das SpeedLab zu einer “gelungenen Veranstaltung”, die neue Impulse gab, so das Feedback der Teilnehmenden.

Gerade das Ausbauen von Netzwerken und das Schaffen von Unterstüzungssystemen für Schulen seien wichtig, damit ausgehend von den vorgestellten Einzelprojekten eine nachhaltige und langfristige Perspektive entstehen könne. Es wurde der Wunsch laut, nach mehr Zeit in den einzelnen LernLabs und nach noch mehr Beispielen. Auch die außerschulische Bildung sollte in den Fokus gerückt werden. Es gibt also auch nach diesem SpeedLab noch genug zu diskutieren, zu entdecken und zu tun – packen wir es an!




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