Freitag, 3. Mai 2013

Gründer steigen aus Quote.fm aus


Mitte April gaben die Gründer von Quote.fm bekannt, ihr Startup aufgrund Geldmangels abgeben zu müssen. Der Fall zeigt, wie riskant es ist, die Monetarisierung zu lange aufzuschieben.

Einer meiner absoluten Lieblingsdienste der letzten Jahre ist, wie regelmäßige Leserinnen und Leser wissen werden, Quote.fm. Ich verwende die Anwendung des Hamburger Startups sowohl als Später-Lesen-Service für von mir im Netz gefundene, längere Artikel als auch als Discovery-Werkzeug, um von anderen Nutzern empfohlene, lesenswerte Onlinetexte zu entdecken. Als täglicher Nutzer war ich durchaus leicht geschockt, als ich Mitte April im Quote.fm-Blog über den Abgang der Gründer lesen musste – auch wenn ich in den Monaten zuvor schon ein wenig das Gefühl bekommen hatte, dass die Weiterentwicklung und auch die Außenkommunikation des jungen Unternehmens ins Stocken geraten war.






Weil es den Gründern Marcel Wichmann, Martin Wolf und Philipp Waldhauer nicht gelungen war, eine notwendige Finanzierungsrunde abzuschließen, seien sie gezwungen, ihren Dienst abzugeben. Eine Weiterführung im Teilzeitmodus sei keine Alternative, da sie dies laut eigener Aussage nicht mit ihren hohen Qualitätsstandards vereinbaren können würden. Erfreulicherweise hatten sie aber auch eine gute Nachricht: Die ebenfalls aus Hamburg stammende Kommunikationsagentur Elbdudler wird Quote.fm weiterbetreiben. Sie war es auch, die den drei jungen Norddeutschen mit einer Seed-Runde in nicht genannter Höhe das notwendige Startkapital verschaffte – und jetzt augenscheinlich zwar nicht weiter in das bestehende Gründer-Team investieren, aber das Projekt immerhin nicht ganz aufgeben möchte.

Leider hat das Quote.fm-Team nicht auf unsere Anfrage aus der letzten Woche zu weiteren Hintergründen reagiert, und auch die Macher von Elbdudler haben sich bisher nicht zu der Übernahme und den weiteren Plänen geäußert. Aber als leidenschaftlicher Quote.fm-User und genauer Beobachter des Startups lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, meine Sicht auf das vorläufige Scheitern darzulegen. Hier geht es weiter

Quote.fm about


Fact #1: We’ve run out of money.
Kind of funny how that might be the number one reason for every startup to come to a stop and nobody ever speaks about it. However, it’s pretty common and we just experienced it. We tried several ways of getting a new investment but at the end the numbers weren’t good enough to convince people to put their trust in our vision.


Fact #2: We’ve run out of time.
No money? Why aren’t you guys building QUOTE.fm in your spare time, you might ask. That’s what we’ve thought at first, but after several meetings and heavy thinking about what QUOTE.fm is, we came to the conclusion that it’s just to big to build it in a way we would like to see it. Our standards are a bit too high for all the work we would have to do to even maintain the quality QUOTE.fm has at the moment. Just maintaining isn’t enough, we would like it to flourish.

Fact #3: Don’t worry, we’ve got you covered.
So, what does that mean for you? You, the people who build this thing with us? Without you this whole adventure wouldn’t even have started.
QUOTE.fm isn’t going away. I know the first part of this post very much sounded like it, but we have good news. We found the right people to maintain QUOTE.fm: elbdudler. A young and ambitious agency from Hamburg, Germany.


Elbdudler


That means: Philipp, Marcel, Flo and I are saying our good-byes and sometime in the (quite near) future elbdudler will take over and hopefully build this thing here into something that you guys will appreciate.
We think this is the best solution for all those affected. You, us and elbdudler. Marcel, Philipp Flo and I are going on new adventures and we’re sure we’ll see you around.We had a great time. Thanks for everything. You’re the best. <3See you soon,
Marcel, Martin, Philipp and Florian



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