Montag, 29. April 2013

Bei Startups Ist Berlin Underdog


Ciarán O'Leary von Earlybird Venture im Gespräch mit der Berliner Morgenpost:

Berliner Morgenpost

Welche Rolle spielt die Berliner Start-up-Szene in der globalen Liga?

Ciarán O'Leary:

 Berlin hat international immer noch die Rolle eines Underdog und muss härter kämpfen als internationale Hubs. Die Szene hat zwar schon viele Hausaufgaben gemacht, aber sie ist noch ganz weit weg vom Silicon Valley. Aber die Unfertigkeit von Berlin ist einer der wichtigsten Faktoren, der hier die Szene antreibt.

Was wünschen Sie ich für Berlin?

Eine Universität vom Kaliber Stanford oder dem Massachusetts Institute of Technology. Bis dahin sollten wir noch bessere Voraussetzungen schaffen, um die talentiertesten Leuten aus aller Welt nach Berlin zu bekommen. Und Computerwissenschaften müssten im Schul- und Universitätssystem viel besser verankert werden.


Brauchen wir darüber hinaus andere politische Rahmenbedingungen?

Wir brauchen steuerliche Anreize. In Deutschland ist es besser, in einen Altbau zu investieren und das abzuschreiben als in ein Start-up, das Arbeitsplätze schafft. Es fehlen auch die Bemühungen, um große Technologieunternehmen in die Stadt zu holen, an denen sich Gründer messen, reiben und austauschen können.

Sie sagten, es gebe auch zu wenig Kapital?

In Deutschland gibt es sechs Mal weniger Venture Capital in Relation zum Bruttosozialprodukt als in den USA. Und der der Begriff "Risikokapital" hört sich schrecklich an.




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