Sonntag, 22. September 2013

Zeitungsverleger lehnen Crowdfunding ab

Zeitungskongress 2013: Mehr als 400 Teilnehmer erhofften sich eine Antwort auf die drängende Frage, wie sich Journalismus in der Zukunft finanzieren lässt. Die Züricher Publizistikprofessorin Gabriele Siegert zeigte alternative Modelle auf, beispielsweise Crowdfunding. In einer anschliessenden Diskussion mit Zeitungsverlegern hatte diese Form der Finanzierung jedoch keine Chance. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Helmut Heinen (Kölnische Rundschau):

Sie dürfen die Freiheit und Unabhängigkeit der Presse nicht gefährden.

Ein pauschales Argument gegen jede alternative Form der Finanzierung von Journalismus? Staatliche Subventionen, wie in Skandinavien, sind hierzulande unerwünscht. Auch bei Spendenfinanzierungen durch Einzelpersonen oder Institutionen mag die Skepsis des Helmut Heinen angebracht sein. Aber nicht beim Crowdfunding. 




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Und es sprach der Adlatus von IOC-Scheich und Thomas-Bach-Unterstützer Al-Sabah: “Ich scheiße auf sie!”


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Zwei Dinge werden klar:


  1. Der Schwarm, der ein journalistisches Projekt finanziert, ist heterogen strukturiert, eine gezielte inhaltliche Einflussnahme gibt es nicht.
  2. Crowdfunding ermöglicht Themen, die in den aus wirtschaftlichen Gründen verkleinerten respektive zusammengelegten Redaktionen keinen Platz haben.


Bei alledem wird jedoch das Entscheidende ausgeblendet: Wieviel geht an die Autoren? Das ist wenig. Ein strukturelles Problem, das auf die lange Bank geschoben wird. 


Prekäre Arbeit ist keine stabile Basis für verlässliche Inhalte,

sagte Bundespräsident Joachim Gauck anlässlich des Zeitungskongresses 2013. Die Rede im Wortlaut.




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